Hallo Frau Bodengesser,
ich möchte versuchen, ein paar Hinweise auf die Fragestellungen zu geben:
ebenfalls in russischer Gefangenschaft in Kiew und Stalino.
Stalino haben sehr wenige überlebt .... Zeitzeugen, da wird es aufgrund der
Zeit schon sehr eng ...
Leider liegen mir bzw. der Deutschen Dienststelle in Berlin keine näheren
Aufzeichnungen über die Kriegsgefangenschaft meines Opas vor.
Die russischen Archive überlassen Zug um Zug Material an DRK Suchdienst und
Deutsche Dienststelle, vorrangig geht es bei diesen Institutionen um den
Versuch der Klärung von Vermisstenschicksalen. Dem entsprechend vorrangig
ist auch die Bearbeitung von Anfragen z.B. Ihres Anliegens und die Tiefe
einer Antwort. Der militärische Werdegang ist relativ schnell erstellbar und
einfach zu handhaben, andere Anfragen mit offenem Verbleib eines Gesuchten
sind da weitaus komplexer.
Wo könnte ich noch mehr über den Kriegseinsatz meines Opas herausbekommen?
Zahlreiche Foren und Websites im Internet sind aussagekräftig und es wird
gern geholfen. Links finden Sie hier unter Foren und Informationen zur
Wehrmacht: http://www.gaentzsch.com/vermisste-ii-weltkrieg/links/index.php4
Hat vielleicht jemand noch Fotos der 6. Gebirgs-Division Nord, mit denen
er nichts anfangen kann, weil darauf nicht seine eigenen Angehörigen
abgebildet sind, aber vielleicht ja mein Opa??
Ist es tatsächlich die 6. Gebirgs-Division Nord oder die 6.
SS-Gebirgs-Division Nord? Gibt es noch weitere Angaben zu Einheiten? Bei
einer Division spricht man über eine Größenordnung von 10.000 bis 14.500
Mann je nach Kriegsjahr. Da wäre es schon hilfreich, wenn weitere Hinweise
zu Regimentern, Abteilungen, Bataillonen, Kompanien etc. bestehen?
Wer hat Informationen über die von mir angegebenen Lager?
Eine gute Beschreibung der Lagersituation finden Sie in dem Buch "Zur
Geschichte der Kriegsgefangenen im Osten" Band 2 vom DRK Suchdienst aus dem
Jahre 1958. Siehe
http://www.gaentzsch.com/vermisste-ii-weltkrieg/quellen/meine-literaturliste
/index.html In der Liste finden Sie auch die Hinweise für die Signatur,
damit können Sie sich das Buch über die Fernleihe bestellen, vorausgesetzt
Sie sind Mitglied einer Bibliothek.
Sie können auch eine Anfrage an das Suchreferat Moskau Liga für
Russische-Deutsche Freundschaft richten. Es dürfte mit relativer Sicherheit
eine Kriegsgefangenenakte in den russischen Archiven existieren. Siehe
http://www.gaentzsch.com/vermisste-ii-weltkrieg/archive/index.php4
war in der Zeit vom 17.03.1941 bis 08.05.1945 Obergefreiter bei der 6.
Gebirgs-Division Nord. Er war im Kriegseinsatz in Rußland und Finnland und
anschliessend in russischer Gefangenschaft in Kiew und Stalino. Der Zeitraum
der Gefangenschaft ist 09.05.1945 bis 02.01.1950.
Obergefreiter wäre SS-Rottenführer vom Dienstgrad gewesen. Bitte abklären,
ob es sich tatsächlich bei den Angaben immer um dieselbe Person handelt bzw.
die Zeiträume verifizieren.
Mir liegen noch 32 Feldpostkarten meines Opas vor. Sie stammen aus
folgenden Gebieten:
Hier dürfte es sich um Kriegsgefangenenpost handeln, Feldpostkarten oder
-briefe kamen aus dem "Felde" ...... Ungewöhnlich ist die hohe Anzahl in dem
Zeitraum der Kriegsgefangenschaft von einem "SS-Angehörigen".
Erkennungsmarke: 3249
Ist diese Angabe von der Deutschen Dienststelle? Ist die Angabe vollständig?
Oder besitzen Sie diese Erkennungsmarke (EKM)? Wenn die EKM so stimmen
sollte, dann hat sie einen bestimmten Hintergrund, auf den ich hier aber
nicht eingehen will! Dann wären auch teilweise andere bestehende Angaben mit
ein paar zusätzlichen Fragezeichen zu sehen.
Mein Opa war in der Waffen-SS in der 1. Kraftfahr-Ersatz-Kompanie
SS-Verfügungstruppe und im Jahr 1941 in der 1. Sturm-
SS-Aufklärungs-Abteilung SS-Leibstandarte A. Hitler und in Cherson im
Einsatz. Anschliessend im Lazarett. In der Senke nördl.
Troobraschenka/Russland wurde er verwundet.
Ihr Opa kann nicht die ganze Zeit in der 6. Gebirgs-Division Nord gewesen
sein. Dazu passen diese anderen Angaben nicht. Troobraschenka schein
eingedeutscht zu sein. Momentan sagt mir das geographisch nichts. Bei
Cherson wurde von 1941 bis 1944 gekämpft. Da waren zwar auch SS-Einheiten
beteiligt, es ist aber nicht stimmig mit Ihren Angaben.
Dann war er 1941 im Armee-Feldlazarett 3/572 Snigerewka/Russland und wurde
ins Kriegslazarett 926 verlegt. Von da ging er mt Beute-Lazarettzug ab ins
Reservelazarett nach Lebach vom Lazarettzug 639 kommend.
Auch hier bestehen Widersprüche zur 6. Gebirgs-Division Nord. Die
Ortsangaben kann ich momentan nicht nachvollziehen bzw. gegen die
Sanitätseinheiten verifizieren. Gibt es aus dieser Zeit tatsächliche
Feldpostbriefe oder Feldpostnummern (fünfstellige Zahl, manchmal mit einen
Buchstaben gefolgt?
Ende 1941 wurde er als "kriegsverwendungsfähig" nach Ellwangen entlassen.
Er wurde geheilt/gesund entlassen, war weiterhin Soldat entweder bei der
Wehrmacht oder der SS, von Ellwangen ging es wahrscheinlich in eine neue
Einheit bzw. an einen Einsatzort seiner alten Einheit.
Er war SS-Sturmmann und wurde aus östl. Gewahrsam kommend Ende 1949 im
Lager Gronenfelde entlassen.
Widerspruch SS-Sturmmann zu Dienstgrad Obergefreiter, abklären!
Mit freundlichen Grüßen
Hans (Gaentzsch)