06632 Gleina (2): v. SCHARTT und FRITZSCHE

Hallo Jürgen und Mitforscher! Es scheint nicht wenige Beispiele für
Patenschaften der Gutsherrenfamilien für Kinder sogenannter einfacher
Leute/Arbeitskräfte zu geben. Kenne das aus der eigenen
Familie noch Anfang 20. Jahrhundert. Denke auch, dass die betreffenden
Familien angesehen waren, arbeitsam usw.
Es scheint aber auch Dörfer zu geben wo man dadurch versuchte die
Landarbeiter
"ruhiger zu stellen". Dies trifft z. B. für die Jahre im 19. Jahrhundert zu
wo in der Stadt
Arbeitende immer häufiger fur "Unruhe " durch Forderungen (Arbeitszeit und
-bedingungen,
Lohnfragen) sorgten und da und dort die Landbevölkerung versuchte
nachzueifern.
Die Verbesserung sozialer Bedingungen durch Kaiserinitiative ist sicher in
diesem Gesamtzusammenhang auch zu sehen.
Viele Grüße, Erhardt-M. Spalteholz